Vater und Tochter immer wieder gern beim „Cup der Deutschen Einheit“ in Wernigerode
Auch in diesem Jahr nahmen Julia und Markus Anfang Oktober wieder am traditionellen
„Cup der Deutschen Einheit“ in Wernigerode teil, was außerhalb der Schulferien,
ob der beim Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau ordnungsgemäß beantragten
und auch wohlwollend erhaltenen „Freistellung für auswärtigen Sportwettkampf“,
erneut problemlos möglich war.
Julia musste nach ihrem dortigen Siegerpokalgewinn vor Jahresfrist
und auch wegen ihrer starken BMM-Saison gleich zwei Leistungsklassen höher antreten
als im letzten Jahr (nunmehr Gruppe 9 / DWZ neu 1528 – 1591).
Gemäß den bereits vor Ort erfolgten Analysen gab sie in durchweg vorteilhaften,
teilweise sogar gewonnenen Stellungen leider unnötig Punkte ab, stabilisierte sich aber
zum Ende des Turniers hin und konnte mit einem souveränen Sieg in der letzten Partie
gegen wackeliges Französisch ihr „1500er – Level“ bestätigen.
Markus spielte in Gruppe 4 (DWZ neu 1848 – 1911) und nahm für sich am Anreiseabend
die in der Turnierordnung festgelegte „Bye“ – Regelung in Anspruch
(Möglichkeit einmaligen Gutschreibens eines kampflosen Remis in den Runden 1 – 5).
Erst in Runde 2 stieg er also aktiv in den Wettkampf ein und siegte mit Weiß
in einem aus der Russischen Verteidigung entstandenen Schottischen Vierspringerspiel
bei zunächst ausgeglichenem Leichtfigurenendspiel,
nachdem sein Gegner im übrigen ein Remisangebot abgelehnt hatte.
In Runde 3 ließ Markus mit den schwarzen Steinen ein hart umkämpftes Remis
nach weißem Dauerdruck im Colle-Zukertort-System folgen,
bevor er am nächsten Vormittag in Runde 4 mit Weiß selbst die Zukertort-Eröffnung
wählte und den vollen Punkt einfahren konnte.
Runde 5 fand am Nachmittag desselben Tages statt, wobei Markus gegen die
Englische Eröffnung des Tabellenführers Martin Keeve aus Dresden im Mittelspiel
vielleicht etwas zu aggressiv am Königsflügel agierte, letztlich aber sogar über eine
Gewinnkombination verfügt hätte; Remis ging gemäß Partieverlauf und nicht zuletzt
dem anstrengenden Doppelrunden-Tag geschuldet insgesamt in Ordnung.
In Runde 6 konnte Markus sich am 5. Oktober mit druckvollem Schwarz-Spiel gegen die
Larsen-Eröffnung (1.b3) in Form eines Sieges nach 24 Zügen selbst zum 54. Geburtstag
beschenken, wonach er vor der letzten Runde hauchdünn nach Buchholz-Wertung
(1 Punkt) die Tabellenführung übernahm.
Zwei Spieler gingen also mit jeweils 4 ½ Punkten in die abschließende letzte Runde – Markus und besagter Schachfreund Keeve, welche ja bekanntermaßen
bereits in Runde 5 aufeinandergetroffen waren.
Es handelte sich demzufolge um ein „Fernduell“ an den freilich
unmittelbar nebeneinanderliegenden Brettern 1 und 2 bei drohendem „Buchholz-Krimi“
und obendrein zwei weiteren Spielern mit je 4 Punkten in „Lauerstellung“.
Was sollte Markus gegen Schachfreund Zucker aus dem Hannoverschen spielen ?
Natürlich wiederum die Zukertort-Eröffnung – unter sofortigem Bestrafen
eines schwarzen Fehlgriffes mit Bauernverlust im 7. Zug
durch Zentrums- und folgende Königsflügelattacke „aus allen Rohren“ !
Am Ende 1-0 nach neuerlich nur 23 Zügen, Platz 2 war sicher
und der Druck auf den letzten verbliebenen Kontrahenten aufgebaut !
Schachfreund Keeve benötigte demzufolge unbedingt einen Sieg mit Weiß,
spielte entsprechend druckvoll, wurde aber letztlich ausgekontert und verlor,
wonach er sich sogar noch mit Platz 4 begnügen musste.
Markus konnte also, wie schon 2017, seine (inzwischen etwas höhere)
„Gewichtsklasse“ gewinnen und somit den insgesamt dritten Pokal (Julia 2025)
aus Wernigerode in Familienbesitz überführen – DWZ neu 1913 gab es obendrauf.
Eine schöne und erfolgreiche Familientradition. Herzlichen Glückwunsch!


